[Neumünster] Nazi aufmarsch in NMS Stoppen!

Am 16.01.2016 versammelten sich in Neumünster circa 400 Menschen um gegen die Kundgebung der rechtsextremen Vereinigung „Neumünster wehrt sich“ zu demonstrieren. Die RassistInnen mobilisierten ca. 80 Leute. Die Demonstration und Kundgebung verlief ruhig, es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten. Es gab Gesamt 4 Behandlungen.20160117012304

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[Hamburg] Stellungnahme zu den Ereignissen am 12.09 auf dem Schulterblatt

Wir, die Sanitäter der Actionmedics HH, hatten am Abend des 12.09 auf dem Schulterblatt einen der schwersten Einsätze bisher. Wir haben uns aus diesem Grund dazu entschieden die Ereignisse öffentlich aufzuarbeiten und Stellung zu beziehen.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit formierte sich die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Polizei vor dem Saal II (Schulterblatt 83). Einer der Menschen des Kiosks, neben dem Saal II, war gerade am Entladen von Getränken. Als diese die Anwesenheit der BFE bemerkten, unterbrachen sie ihre Tätigkeit und stellten sich vor ihren Laden, um zu beobachten was passiert. Unsere Gruppe von Sanitätern stand zu diesem Zeitpunkt auf der anderen Straßenseite des Schulterblatts um die gesamte Lage zu beobachten. Zu diesem Zeitpunkt wurden wir immer wieder Ziel von Flaschenwürfen.

Plötzlich wurden die Lage wieder Ernst, die BFE stürmte, einen Kampfschrei brüllend, nach vorne in Richtung Rote Flora. Einer der Beamten stolperte augenscheinlich über eine Stufe. Nach dem Verstoß der Polizei lag ein älterer Herr regungslos am Boden.

Die Pressevertreter, die sich erst auf die Fotomotive der vorrückenden Polizei konzentriert haben, schrien jetzt zum Teil panisch nach Sanitätern. Wir liefen geschlossen in Richtung des Patienten. Da immer noch die BFE nahe des Patienten war, machten wir uns laut und deutlich auf uns Aufmerksam. Wir beleuchteten uns gegenseitig mit Taschenlampen, damit unsere reflektierende Sanitäterkleidung zu sehen war. Danach kam es zu Tumultartigen Szenen. Die Pressevertreter bildeten einen Schutzwall um uns. Sie versuchten uns vor der wieder anrückenden BFE und weiteren Polizeikräften zu schützen. Diese schlugen mit Schlagstöcken in unsere Richtung und die des Patienten. Wir wurden gezielt von Einsatzkräften der Polizei attackiert. Zum teil verbal mit „Ihr Scheiß-Zeckensanis!“ aber auch körperlich mit Schlägen durch den Tonfa, Tritten und Fausthieben. Während des Gerangel gelang es uns den bewusstlosen Patienten auf die andere Straßenseite zu bewegen. Es bestand eine unmittelbare Gefahr für den am Bodenliegenden Patienten. Wir konnten ihn nicht auf eine Trage legen, sondern mussten ihn auf die andere Straßenseite ziehen.

Drei Sanitäter werden durch Polizeibeamte verletzt

Einer der Sanitäter, der den Verletzten mit aus der Situation gezogen hat, erlitt dabei Prellungen an zwei Rippen. Außerdem wurde er am Kehlkopf verletzt und das Vesir aus seinem Helm geschlagen. Einem zweite, absichernden Sanitäter wurde von einem Polizisten direkt ins Gesicht geschlagen, trotz eines vorherigen Blickkontakts zwischen der BFE-Beamten und dem Sanitäter. Das Visier des Helmes des Sanitäters ist unter der massiven Gewalteinwirkung mehrfach geborsten und damit völlig unbrauchbar. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht vorstellen, was mit dem Gesicht des Sanitäters passiert wäre, hätte er keinen Helm mit Visier getragen. Einem Dritten von uns wurde von einem Polizeibeamten in die Kniekehle getreten und mit dem Tonfa gegen den Einsatzhelm geschlagen.

Dieser massive Angriff der Polizeibeamten gegen uns Sanitäter und gegen die Presse macht uns sprachlos!

Glasflaschen fliegen auf Sanitäter

Wir dachten, dass wir aus aus der Gefahrenzone heraus waren. Als wir jedoch mit der Behandlung auf der anderen Straßenseite anfingen, gerieten unsere Sanitäter unter massiven Bewurf durch Flaschen und Steinen.

Wir können uns nicht erklären wieso. Wir sind in ROT gekleidet und immer als SANITÄTER gekennzeichnet. Dieser Angriff auf unsere Behandlungstätigkeit hatte zur Folge, dass vier weitere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei ins Schulterblatt einrücken mussten, um uns bei der Arbeit zu schützen. Wir sind zutiefst verstört, dass wir von der Polizei geschützt werden müssen, um das Überleben des Patienten sicherzustellen. Diese Erfahrung beschäftigt uns bis heute. Und die Frage bleibt bestehen. Wieso werden wir mit Flaschen und Steinen sowie Böllern beworfen?

Unsere Gedanken sind bei dem Verletzten und den verstörten Familienangehörigen, die vom Schlimmsten ausgegangen sind. Wir wünschen ihm alles Gute und eine schnelle Genesung. Wir hoffen, dass sich jeder, der an diesem Abend in der Schanze war, seine Aktionen reflektiert und sich fragt, ob „friendly fire“ wirklich notwendig ist. Wir wollen euch helfen, wenn ihr Hilfe braucht, und uns nicht dabei vor Angriffen vor Flaschen schützen müssen.

Mfg Actionmedics Hamburg

Videos:
https://youtu.be/46qxAyLknQk

https://m.youtube.com/watch?v=u3lIM6s0Yec

[Hamburg] Train of hope 05.09 Hamburg-Harburg

Am Samstag, den 05.09 kamen ca. 200 Flüchtlinge mit dem ‪#‎Trainofhope‬ in Hamburg-Harburg an. Einer unserer Sanis war privat dort, um die Flüchtlinge zu begrüßen und willkommen zu heißen.
Am frühen Abend war von der Sozialbehörde getwittert worden, dass alle Einsatzkräfte informiert seien und dass alles für die Ankunft der Refugees vorbereitet sei. Dies hat sich auf dem Bahnhof aber anders dargestellt. Es waren erst nur ehrenamtlich helfende Menschen, da die die Refugees begrüßen wollten.

Kurz vor dem Eintreffen des #Trainofhope kamen ca. 24 Einsatzkräfte der Bundespolizei, die sich im Hintergrund hielten. Unserem Sanitäter fiel auf, dass immer noch keine Rettungs-/Sanitätskräfte für die Refugees eingetroffen waren, die seit mehreren Tagen unterwegs waren und enormen Stress ertragen mussten.
An diesem Punkt entschied unser Sanitäter, sich seine Sanitätsjacke anzuziehen und den Rettungsrucksack zu hohlen, da es ungewiss war, wie die körperliche Verfassung der Refugees war.
Außerdem gab es Hinweise darauf, dass sich mindestens eine hochschwangere Frau im Zug aufhielt. Mit dem #Trainofhope kamen vor allem Familien mit Kleinkindern junge Erwachsene, außerdem eine hochschwangere Frau.
Diese kollabierte im Durchgang zur Poststraße und unser Sanitäter wurde von einer leicht überforderten DB Sicherheit angefordert, da er noch am Gleis beschäftigt war.

Die Schwangere wurde vom Rettungswagen direkt ins Krankenhaus verbracht zu weiteren Untersuchungen. Wir wollen uns an dieser Stelle nicht vorstellen, was hätte passieren können, wenn niemand vor ort gewesen wäre.

[Hamburg] 12.9.15 – Nazi Aufmarsch verhindern!

Antifaschistische Proteste am 12.9….

Am 12.9.15 findet ein Aufmarsch von Nazi’s bzw. rechter (Hool-) Szene statt. Es haben sich bereits viele Menschen vorgenommen dem ein strich durch die Rechnung zu machen! Das bedeutet natürlich auch für uns das wir diese Veranstaltung mit sanitätsdienstlichen mitteln und personal unterstützen werden.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren…

Wir haben bereits mehrere zusagen von verschiedenen Demo-Sanitätsgruppen und Aktivisten aus der ganzen BRD. Letzte Woche trafen wir (Actionmedics Hamburg) uns und diskutierten unser vorgehen an diesem tag. Eine Veranstaltung dieser größe und form stellt eine organisatorische Meisterleistung da, deshalb an dieser stelle einmal die bitte, bedenkt das wir nicht jede kleine gruppe Aktivisten begleiten werden, wir richten uns nach der masse. Am 12.9. wird es keine offizielle Sanitätsnummer geben, sprecht uns persönlich an oder wähl die Notrufnummer 112. (Falls sich noch andere Sanitätsgruppen für einen Einsatz interessieren sendet bitte eine Facebook Nachricht oder per email an actionmedicshh@riseup.net)

Was solltet ihr beachten…

Natürlich haben wir auch Interesse daran möglichst wenig Patienten an diesem tag zu haben deshalb hier eine kleine liste von dingen die ihr aus unserer Sicht dabei haben solltet:

  • genügend trinken
  • Essen (vor allem Zucker)
  • Wasser zum ausspülen der Augen
  • Pflaster oder kleines Verbandsmaterial

Kein Fußbreit den Faschisten…

Wir wollen hier nochmal klar machen das wir sagen „Kein Fußbreit den Faschisten, Rassisten oder Patrioten!“.

[Hamburg] Anti-Nazi-Demos/Kundgebungen 6.11.14

Aus gegebenem Anlass werden wir heute (6.11.14) bei den Anti-Nazi-Demos/Kundgebungen nicht direkt anwesend sein. Allerdings werden wir im Bereich Farmsen einsatzbereit sein. Deshalb verteilen wir heute auch wieder eine Rufnummer unter der ihr uns jederzeit erreichen könnt. Nach einer Alarmierung werden wir innerhalb von ca. 5min. Vorort sein.

NOTFALL RUFNUMMER: 0176/29680436

(Natürlich ist im falle einer Lebensbedrohlichen Situation AUCH die BRD weite Notrufnummer 112 zu wählen.)

Eure Actionmedics Hamburg

[Hamburg] Revolutionäre 1 Mai Demo 2014

Hier schoneinmal ein kurzrückblick mit den wichtigsten daten. Es gab über 70 Behandlungen unserer seits, dazu kommen cirka 10 Patienten welche in ein Krankenhaus mussten. Unserteam bestand an diesem Tag aus 6 Sanis aus Hamburg und 4 Sanis aus Kiel. Außerdem erhilten wir immer wieder unterstützung von demonstranten*innen. Der Lautsprecherwagen wurde uns als Behandlungsplatz zur verfügung gestellt.